„Brot fällt nicht vom Himmel“

Dieses Lied üben gerade die Kurrendekinder für das Erntedankfest in Schöneck.
Ja, Brot fällt wirklich nicht vom Himmel (außer damals das „Manna“ beim Volk
Israel in der Wüste - 2. Mose 16)

Bevor wir fertiges Brot kaufen und essen können, sind viele Schritte nötig: der Same wird gesät, keimt und wächst durch Regen und Sonne; das reife Getreide
wird geerntet und zu Mehl verarbeitet; erst jetzt kann das Brot gebacken werden.
Vieles kann der Mensch davon tun. Ein Dank gilt allen, die dafür sorgen, dass wir soviel zu essen haben.

Doch ohne Gottes Segen, der Wachstum und Gedeihen schenkt, wäre das alles nicht möglich.

Der heiße Sommer hat viele Bauern, Landwirte und Gärtner buchstäblich ins „Schwitzen“ gebracht. Viele Ernteausfälle sind durch den mangelnden Regen und die anhaltende Hitze zu verzeichnen. Pflanzen, Tiere, Menschen – die ganze Schöpfung hat darunter gelitten.

In diesem Jahr haben wir besonders gemerkt, dass wir auf Gottes Segen angewiesen sind. Wir sind es gewohnt, dass die Regale in den Supermärkten überreich gefüllt sind. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Aber ist es das wirklich?

Hunger kennen die meisten von uns nicht (mehr). Die Dürregebiete in Afrika sind weit weg. Doch viele Menschen verlassen ihr Land, weil der Klimawandel
ihre Lebensgrundlage – fruchtbares Land - entzieht. Haben wir reichen Industrienationen nicht unseren Anteil daran?

Wenn wir im Vaterunser beten „Unser tägliches Brot gib uns heute“ gestehen wir Gott ein, dass wir abhängig von Ihm sind. Er ist der Geber aller Gaben – auch im hochtechnologisierten 21. Jahrhundert. Ist uns das noch bewusst?

Sprechen Sie noch vor den Mahlzeiten ein Tischgebet?
In einer Zeitung las ich, dass früher die Bauern nach der Frühjahrsbestellung der Felder ein Erntebittfest feierten. Ganz bewusst stellten sie alles unter Gottes Segen.

Wenn wir gemeinsam das Erntedankfest feiern, loben und preisen wir den Schöpfer aller Gaben für unser Wohlergehen.

Im Danken haben wir den Blick frei für Gott, für uns und die, die hungern müssen. Wer dankbar ist, teilt gerne: die gespendeten Erntegaben sind in diesem Jahr für das Kinderheim Tannenmühle bestimmt.

So möchte ich Sie ganz herzlich am 7. Oktober 2018 um 8.30 Uhr nach Arnoldsgrün und um 10.00 Uhr nach Schöneck zu den Erntedankgottesdiensten einladen. Dann können Sie auch das ganze Lied „Brot fällt nicht vom Himmel“ von der Kurrende hören.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Elisabeth Becker