20181201 Krippe

Liebe Gemeinde,

nun ist es endlich soweit.

Der dunkle November liegt hinter uns und damit auch der Ewigkeitssonntag und die Zeit des Requiems.

Einige von Ihnen atmen vielleicht auf, weil nun adventliches Schmücken, Gemütlichkeit und Kerzenschein uns die Zeit bis Weihnachten vergolden.

Vergolden möchten uns die Supermärkte diese Zeit schon seit Oktober mit Lebkuchen, Schokoladenweihnachtsmännern und Marzipankartoffeln. So verlockend das aber auch alles ist, die Weihnachtsfreude kann damit nicht herbeigezaubert werden.

Diese besondere Atmosphäre wird uns nur zur Weihnachtszeit geschenkt - denn nur in diese Zeit gehören die Heimlichkeiten, die Geschenke, die Weihnachtsmärkte und die Lieder, wie auch für viele zum Heilig Abend die Christvesper mit dem Krippenspiel gehört.

Die Botschaft des Weihnachtsfestes, dass Gott Mensch geworden ist und sich uns anvertraut, wird uns hier jedes Jahr aufs Neue verkündet.

Wie traurig sind dann zumeist die Kinder, wenn alles vorüber ist und alles wieder in Kartons verpackt wird bis zum nächsten Jahr!

Vielleicht ist darunter ja auch so eine kleine Krippe wie auf dem Bild: In eine Hand passt sie hinein, und doch ist alles enthalten, was wichtig ist: Maria, Joseph, das Kind in der Krippe. Klein und handlich: Die Weihnachtsbotschaft zum Mitnehmen.

Mitnehmen in das neue Jahr, in den Alltag, in die Zeiten, die vor uns liegen.

Immer ist das Geschenk Gottes an uns adressiert: Er selbst kommt zu uns und nimmt das Leben an wie wir, freut sich und lacht wie wir, ist traurig und leidet wie wir, muss wie wir den Tod erleiden, um wieder aufzustehen und uns neues Leben zu schenken.

Die Weihnachtsbotschaft möchte Licht in unser Leben bringen, nicht nur in der dunklen Jahreszeit, sondern auch in den dunklen Stunden unseres Lebens.

Die Weihnachtsbotschaft zum Mitnehmen - was nehmen Sie davon mit ins neue Jahr?

Es wünscht Ihnen eine helle und frohe Zeit

Ihre Superintendentin Ulrike Weyer